Home > Support > Tipps und Tricks zu MacOS X

Im Betriebssystem auf Ihrem Mac schlummern viele Möglichkeiten, die Sie vielleicht noch gar nicht kennen oder nie benutzt haben. Unsere Tipps helfen beim Einrichten und Verwalten Ihres Macs und lassen Sie besser mit MacOS X arbeiten.

Schnelles und bequemes Einrichten neuer Rechner

Wenn Sie einen neuen Mac bei uns gekauft haben und bereits einen OSX-fähigen Rechner besitzen, brauchen Sie den Umstieg auf die neue Maschine nicht zu fürchten. Die Zeiten als Sie noch stundenlang Netzwerkeinstellungen, E-Mail-Accounts, Bookmarks, Benutzerdaten, Systemeinstellungen und so weiter per Hand neu eingeben mussten sind vorbei - dank der praktischen Software "Migrationsassistent". Diese wird mit jedem Mac mitgeliefert und startet beim ersten Einschalten sogar automatisch. Auch später können Sie die Software starten, Sie finden Sie in "Programme"->"Dienstprogramme".

Für die Übertragung stöpseln Sie einfach Ihren alten Mac (oder eine externe Festplatte mit einem kompletten Backup des Systems) per Firewire an, wählen aus welche Einstellungen und Daten übertragen werden sollen und folgen den Anweisungen des Assistenten. Nach ein wenig Wartezeit - die kann je nach Auswahl von Minuten bis über eine Stunde variieren - starten Sie Ihren Rechner neu und fühlen sich auf der neuen Hardware sofort wie zuhause.



Intelligente Ordner
Viele Mac-User wissen nicht, dass sie neben gewöhnlichen Ordnern auch mit intelligenten Ordnern arbeiten können. Was an denen so schlau ist? Die intelligenten Ordner aktualisieren Ihren Inhalt automatisch. Die Einsatzbereiche sind vielfältig und praktisch: Legen Sie sich zum Beispiel einen Ordner an, der automatisch alle PDF-Dokumente auf Ihrem Rechner anzeigt oder einen der einfach alle Dokumente und Dateien enthält, die Sie in den letzten Wochen bearbeitet haben. Intelligente Ordner sind im Prinzip nichts anderes als gespeicherte Suchabfragen. Wählen Sie im Finder "Ablage"->"Neuer intelligenter Ordner". Im sich öffnenden Fenster bestimmen Sie zum Beispiel welche Art von Dateien der Ordner automatisch enthalten soll und weitere Kriterien, etwa wann diese zuletzt geöffnet oder geändert wurden. So können Sie zum Beispiel mit den Einstellungen "Art=Beliebig" und "zul. geöffnet" "In den letzten 2 Wochen" einen Ordner mit allen aktuell wichtigen Dokumenten erstellen. Mit Klick auf "Sichern" geben Sie dem Ordner noch den Namen, zum Beispiel "aktuelle Arbeit" und können Ihn dann auf dem Schreibtisch und zum noch schnelleren Zugriff dauerhaft in der Seitenleiste jedes Finder-Fensters speichern.


Versehentlich gelöschte Dateien zurückholen

Kennen Sie das? Beim Aufräumen des Schreibtischs ist versehentlich Ihr neuestes Meisterwerk im Papierkorb gelandet und dummerweise haben Sie ihn gleich anschließend entleert - Ordnung muss ja sein. Manchmal gibt es ja Backups, aber ausgerechnet das haben Sie in letzter Zeit vergessen. Mit Time Machine gehört dieser Horror endlich der Vergangenheit an und Sie müssen nicht mehr verlorener Arbeit von Stunden, Tagen oder gar Wochen nachtrauern. Time Machine ist nichts anderes als eine Software, die sich komplett um Ihre Datensicherung kümmert. Alles was Sie brauchen ist eine geräumige externe Festplatte, auf die packt Time Machine dann automatisch alles was auf Ihrem Rechner passiert. Stündlich, täglich, wöchentlich und monatlich. Beim Kauf einer für Ihren Rechner und Ihre Zwecke passenden externen Festplatte beraten wir Sie gerne.

- Apple-typisch ist Time Machine simpel in der Bedienung und umso spektakulärer in der Ausführung. Rufen Sie die Systemeinstellung "Time Machine" auf, wählen Sie ein Backup-Laufwerk und stellen Sie den Schalter auf "Ein", fertig. Die Backups erledigt ab diesem Zeitpunkt MacOS X im Hintergrund, ohne dass Sie viel davon merken oder die regelmäßig ausgeführten Kopiervorgänge bei der Arbeit stören würden.

- Tritt der Fall ein, dass Sie eine Datei verloren haben oder einfach zu einem früheren Zustand von Dokumenten oder Ordnern zurückkehren wollen, lädt die Software zur Reise in die Vergangenheit. Öffnen Sie das betreffende Fenster, zB. den Ordner "Schreibtisch" und starten Sie Time Machine über das Dock. Nun können Sie tatsächlich durch die Zeit reisen (bis zu dem Zeitpunkt Ihres ersten Backups), entweder über den Vor- und Zurückpfeil oder die senkrechte Zeitleiste am rechten Rand. Wenn Sie zum Beispiel wissen, dass die verlorene Datei vor ein paar Tagen noch präsent war, navigieren Sie zum betreffenden Datum. Klicken Sie dann den verlorenen Ordner oder die Dateien im Fenster an und wählen dann "Wiederherstellen" am unteren Rand. Mac OS holt das Gewünschte aus den Backups auf Ihrer externen Festplatte zurück und packt sie wieder an den Ort wo sie ursprünglich gespeichert war.

Menübefehle in Programmen suchen

Die Hilfe in MacOS X sucht automatisch Menübefehle im Finder oder in beliebigen Programmen. Sie brauchen zum Beispiel nicht mehr alle Menüs in iTunes auf- und zuzuklappen um herauszufinden unter welchem Begriff sich der Befehl "CD-Cover laden" gelistet ist. Öffnen Sie mit "Hilfe" das Suchen-Feld und geben Sie den Begriff "Cover" ein. Sofort erscheinen alle Menübefehle, die Ihren Suchbegriff enthalten. Wählen Sie den gewünschten aus, klappt das zugehörige Menü auf und ein schwebender Pfeil zeigt den gesuchten Befehl. Dies funktioniert in fast allen Programmen unter OS X - enorm praktisch!


Windows auf dem Mac: Bootcamp oder Parallels Desktop?

Seit in Macs Intel-Prozessoren arbeiten, steht den Anwendern auch die Windows-Welt offen. So ist es möglich seinen Mac mit einer Windows XP oder Vista-Installation in einen vollwertigen Windows-PC zu verwandeln. Bei MacOS X ist jetzt die Software Bootcamp fest im System integriert. Den Bootcamp-Assistenten finden Sie in Leopard im Ordner "Dienstprogramme". Bootcamp führt Sie Schritt für Schritt durch die Installation eines XP, Vista oder Windows 7-Systems auf Ihrem Mac und erstellt Ihnen sogar automatisch eine Partition Ihrer Festplatte für das Windows-System. Einziger Nachteil von Bootcamp: Sie müssen um mit Windows zu arbeiten jedes Mal den Rechner neu starten und mit Windows hochfahren.
Falls Sie einen nahtlosen Dateiaustausch zwischen Windows und Mac wünschen und gleichzeitig in beiden Systemen arbeiten möchten, könnte die Zusatzsoftware Parallels Desktop for Mac (www.parallels.com, Preis rund 80 Euro) die bessere Wahl für Sie sein. Mit diesem Programm schwebt das Windows-System in einem Fenster über dem Mac-Schreibtisch, Dateien können Sie per Drag & Drop zwischen den Systemen austauschen. Es ist jedoch auch ein Betrieb im Vollbildmodus möglich oder sogar Windows-Programmfenster nahtlos in der Mac-Umgebung schweben zu lassen. Doch auch Parallels hat Nachteile: Da es sich zwar um keine Emulation von Windows, aber dennoch um eine Virtualisierungssoftware handelt können vereinzelt Einschränkungen bei der Kompatibilität zu Hardware oder bei der Performance (zum Beispiel bei 3D-Grafik in PC-Spielen) auftreten. Wünschen Sie also maximale Kompatibilität, ein möglichst "echtes" und voll leistungsfähiges Windows-System ist Bootcamp Ihre Wahl. Ist möglichst nahtloser Dateiaustausch und paralleles Arbeiten oberste Priorität probieren Sie am besten die Testversion von Parallels als Alternative.