Home > Referenzen > Ausstellung Deutsches Auswandererhaus

Dass ein Museumsbesuch keineswegs trocken oder anstrengend sein muss, beweist das deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven: Auf 3.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden die Biografien deutscher Emigranten dank dem intensiven Einsatz von multimedialer Technik interaktiv erlebbar. Das moderne Konzept der Ausstellung ist ein Riesenerfolg: Bis zu 2000 Besucher kommen täglich in die Ausstellung.



Mehr als sieben Millionen Menschen wanderten zwischen 1830 und 1974 von Bremerhaven nach Übersee aus - jeder einzelne von ihnen hat eine Geschichte zu erzählen - zum Beispiel warum er in die weite Welt aufbrach und ein neues Leben begann. Solche Geschichten und mehr erzählt das Museum im deutschen Auswandererhaus. Für den Besucher persönlich und intensiv erlebbar. Statt den üblichen Schautafeln und Glaskästen tauchen die Interessierten in Multimedia-Anwendungen ein, die mit Bild, Interaktivität und Ton das Wissen spielend und intensiv vermitteln.


So entert der Ausstellungsbesucher selbst ein Schiff und erhält beim Eintritt eine kleine Plastikkarte, die mit integriertem Chip und Antenne, an bestimmten Orten im Museum drahtlos Daten mit Lesegeräten austauschen kann. In den Schlafräumen des Schiffs findet er an mehreren Stellen Cinema Displays und iMacs vor. Die multimedialen Anwendungen darauf interagieren mit den Gegenständen der Ausstellung ­ so scrollt der Besucher etwa mit einem Wasserhahn durch eine Website, die mehr über die Geschichten der Auswanderer verrät. Beim Blick aus dem Bullauge sieht er auf ein Cinema Display, auf dem ein Film abläuft.

So wird der Museumsbesuch zu einem intensiven Erlebnis, der Besucher fühlt sich dank der audiovisuellen Technik und der Interaktion mit den Inhalten fast schon in die alte Zeit zurück versetzt. Das Konzept kommt beim Publikum an: Das Museum zählt täglich zwischen 300 und 1000 Besucher, zu Spitzenzeiten sogar doppelt so viele.

Weitere Infos: Deutsches Auswandererhaus



Hamburg 4 realisierte die technische Infrastruktur der Ausstellung und entwickelte interaktive Anwendungen.

Die Ausstellung wurde zusammen mit dem Architektur- und Designbüro Studio Andreas Heller realisiert, das für Hochbau, Innenarchitektur und Konzeption der Ausstellung verantwortlich war und die inhaltlichen Vorgaben für die Hard- und Softwareseitige Umsetzung lieferte.